Aktive Trauerarbeit durch individuell gestaltete Trauerbücher in Kleinauflage.

 



Mein Trauerbuch in der Hospizarbeit und in der Biografiearbeit


Mit „Mein Trauerbuch" für die Hospizarbeit und die Sterbebegleitung eröffnet sich eine ganz neue und tiefe Möglichkeit im Umgang mit dem eigenen nahenden Tod. Der englischen Ärztin Dr. Cicely Saunders, die als Gründerin der Hospizbewegung gilt, lag eins am Herzen: den verbleibenden Tagen eines Todgeweihten mehr Leben zu geben. Der letzte Lebensabschnitt eines unheilbar Kranken sollte würdevoll begleitet, das Sterben in das Leben des Kranken und seiner Angehörigen integriert und als ein Stück „Normalität“ begriffen werden. Die Beschäftigung mit der eigenen Biografie kann dem Menschen, der um seinen bevorstehenden Tod weiß, die Möglichkeit geben, noch einmal in die Normalität des Lebens einzutauchen. Es ist die Chance, an seinem Lebensende nochmals etwas zu erschaffen: einen Nachlass für alle, die ihm am Herzen liegen und um ihn trauern werden. Die eigene Lebensgeschichte – dargestellt in Worten, Bildern, Zeichnungen. 

Das Besondere an dieser Form von „Mein Trauerbuch“ ist, dass der Sterbende selbst es ist, der sich an seine Lieben wendet, die er bald verlassen muss. Wie oft empfinden Trauernde es als bedrückend, nicht genügend Erinnerungen an den Verstorbenen bewahren zu können. Einfach weil das Wissen fehlt, wie das Leben der Mutter, des Vaters, des engen Freundes eigentlich verlaufen ist. Vor allem zu Zeiten, in denen man den geliebten Menschen nicht direkt begleiten konnte. Eine individuell gestaltete Biografie ist dann nicht nur die – oft versöhnliche – Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte. Es ist vielmehr ein Vermächtnis an die Hinterbliebenen, das alle wichtigen Lebensstationen umfasst. Es ist der „rote Faden“ eines Lebens, der glückliche, außergewöhnliche und vielleicht alltägliche, aber lieb gewonnene Ereignisse aufzeigt. Alles das, von dem der Gehende möchte, dass die Bleibenden es wissen und erinnern sollen.

„Mein Trauerbuch" kann einen Beitrag leisten, den Tod zu enttabuisieren. Denn auch die gemeinsame Arbeit an diesem Trauerbuch, sei es in der Sterbebegleitung innerhalb der Familie oder in der Hospizarbeit, ist eine Möglichkeit, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen. Und den bevorstehenden Abschied etwas einfacher zu machen. 


So kann diese Art der Biografie auf vielfältige Weise genutzt werden: als Selbstreflexion, als bewusste Sterbebegleitung, als Vermächtnis oder einfach als Sammlung interessanter Situationen, die ein Leben ausmachen. Auch Texte, die auf ein Diktiergerät gesprochen werden, können professionell transkribiert werden, Fotos, alte Briefe, Zeichnungen und mehr werden auf den frei gestaltbaren Seiten von „Mein Trauerbuch“ zu einem einmaligen Nachlass zusammengefügt.